Stichsägeblätter verstehen
Das Blatt bestimmt Schnittbild, Tempo und Material. Drei Fragen helfen bei der Wahl: Welcher Schaft passt? Welches Material? Sauber oder schnell?
Schaft
Der T-Schaft ist heute bei den meisten Geräten Standard und passt in werkzeuglose Schnellspannsysteme. Den U-Schaft nutzen vor allem ältere Geräte. Vor dem Kauf in der Anleitung prüfen.
Blattwerkstoff
| Kürzel | Werkstoff | Einsatz |
|---|---|---|
| HCS | hochlegierter Kohlenstoffstahl | weiche Materialien: Holz, Spanplatte, Kunststoff |
| HSS | Hochleistungs-Schnellarbeitsstahl | Metall, Aluminium, NE-Metalle |
| BIM | Bimetall (HSS-Zähne auf flexiblem Blatt) | Metall und gemischte Materialien, bruchfester |
| HM / Carbide | Hartmetall | abrasive Materialien wie Faserzement, Fliesen (Spezialblätter) |
Zahnform und Zahnteilung
- Grobe Zähne (große Zahnteilung, z. B. 4–6 mm): schnell, raueres Schnittbild – für Bauholz.
- Feine Zähne (z. B. 1,5–2,5 mm): langsamer, saubere Kanten – für Möbelplatten und Laminat.
- Sehr feine Zähne (unter 1,5 mm): Metall und dünne Bleche.
- Umgekehrte Zahnung („Reverse“): sägt nach unten und vermeidet Ausrisse an der Oberseite beschichteter Platten.
- Schmale Blätter: für enge Kurven.
Bezeichnungen der Hersteller
Viele Anbieter nutzen Codes auf dem Blatt (bei Bosch etwa „T 101 B“ für saubere Holzschnitte oder „T 118 A“ für dünnes Metall). Die Bedeutung steht in der Sägeblatt-Übersicht des jeweiligen Herstellers. Sets mit gemischten Blättern sind für den Einstieg praktisch.
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Quellen: öffentliche Produktdatenblätter und Sägeblatt-Übersichten von Herstellern wie Bosch (Heimwerker), Makita, Metabo und Festool (Hubzahl, Hublänge, Schnitttiefe, Blattaufnahme). Werte sind typische Spannen, keine Messungen. Stand: November 2026.